19.9. 2019            

Ohne Wissen keine Weisheit – ein Plädoyer für das Denken und Studieren im Buddhismus
Ulrich Küstner

Donnerstag, 19-21 Uhr
Ort: Lotos-Vihara
Neue Blumenstr. 5, 10179 Berlin
Eintritt: 10,- Euro, erm. 5,- Euro

Meditation wird heute meist als weltanschaulich neutrale Technik gesehen, die modern und säkular geübt werden könne – ohne „kulturellen Ballast“. Leider wird das Erlernen buddhistischen Denkens oft als solcher Ballast gesehen. Eine von Grundannahmen unabhängige Meditation gibt es aber nicht. Auch wer „nur sitzt“, „nur das Mantra sagt“, „nur Achtsamkeit übt“, macht dies in einem Geflecht von Haltungen, Überzeugungen und Erwartungen, welche das Ergebnis (mit)bestimmen.

Unsere Sicht auf die Welt und uns selbst wird im Buddhismus als konstituierender Bestandteil jeder Meditation gesehen und sorgfältig gelehrt: Lernen aus äußeren Quellen, eigenes Nachdenken, und das Üben des Geists in der Meditation ergänzen und fördern sich gegenseitig.

Gemeint ist mit Studieren hier nicht das Ansammeln von Faktenwissen über den Buddhismus, wie es viele Bücher tun, sondern motiviertes eigenes Untersuchen und Erforschen, unter Verwendung traditioneller buddhistischer Quellen und Anregungen. Dieser Prozess vermittelt nicht nur äußeres Wissen, sondern vor allem Weisheit und Verstehen auf vielen Ebenen. Dabei entstehen förderliche innere Strukturen und intuitive Einsichten, und wir gewöhnen unseren Geist an ein erwachtes Denken und Handeln.
Der Vortrag möchte das Studieren und Nachdenken als wichtigen Teil des meditativen Wegs darstellen, und Hilfestellung zur Auswahl geeigneter Quellen geben.