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Es gibt nur eine
falsche Sicht:
Der Glaube, meine
Sicht ist die einzig
richtige.

Nagarjuna

Seminare und Kurse 2018

24.-25.2.
2018
Achtsamkeits-und Sammlungsmeditation
Gemeinsamkeiten und Unterschiede sowie ihre Rolle auf dem Weg zum Erwachen

Seminar mit Michael Peterssen:

Zeiten: Sa 10-19 Uhr, So 10-17 Uhr
Seminargebühr: 130 € / erm. 100 €
Ort: Quelle des Mitgefühls
Heidenheimer Str. 27, 13467 Berlin
Anmeldung bis 12. Februar 2018

Schauen wir auf den für die buddhistische Geistesschulung so wichtigen Achtfältigen Pfad sehen wir, dass Achtsamkeit (Pali: sati) und Sammlung (Pali: samadhi) zwei getrennt aufgeführte Aspekte sind, die es auf dem Weg zu Erwachen zu kultivieren gilt.
Schon die unterschiedlichen Begriffe legen nahe, dass es sich hierbei um zwei verschiedene Ausrichtungen des Geistes handelt, deren Schulung auch je eigene Meditationspraktiken erfordert. Diese Unterschiede geraten heutzutage allzu oft aus dem Blick.

Die Veranstaltung setzt sich zum Ziel, theoretisch wie praktisch
• die Unterschiede zwischen Achtsamkeit und Sammlung herauszuarbeiten;
• deutlich zu machen, welche Rolle diese beiden Geisteszustände auf dem buddhistischen Weg spielen;
• und wie man sie in der eigenen (Meditations-)Praxis fördern kann.
Die Teilnahme ist nur an der ganzen Veranstaltung möglich.

michael peterssen
17.-18.3.
2018
Loslassen, was uns festhält
(Breaking Free of Habits)

Martine Batchelor

Samstag 10-18 Uhr, So 10-14 Uhr
Ort: Bodhicharya, Kinzigstr. 25-29, 10247 Berlin
Kosten: 130 Euro / erm. 110 Euro
Anmeldung: office@buddhistische-akademie-bb.de
es gibt noch freie Plätze

Englisch mit deutscher Übersetzung

am 16.3. Vortrag: mit Gefühlen umgehen

Loslassen, was uns festhält
Wir werden uns an diesem Wochenende näher anschauen, was uns an Gewohnheiten festhalten lässt und unsere Möglichkeiten behindert, mit Weisheit und Mitgefühl zu agieren. Mit Hilfe von Meditation, Achtsamkeit auf den Atem, auf Geräusche und Gefühle werden wir uns kreativ mit unseren Gewohnheiten beschäftigen und sie so transformieren, dass sie zu einer positive Kraft in unserem Leben werden.

Martine Batchelor lebte 10 Jahre als Zen-Nonne unter der Leitung von Meister Kusan in Korea.
Sie ist Autorin von: Loslassen, was uns festhält, Mit Achtsamkeit aus alten Mustern ausbrechen, Meditation for Life, The Path of Compassion und Women in Korean Zen. Sie lebt mit ihrem Mann Stephen in Frankreich, ist Mitglied des Teacher Councils im Meditationszentrum Gaia House, England und gibt Retreats weltweit.


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24.3. Sollen wir uns beim Praktizieren des Dharma
wirklich nur auf unsere eigene Erfahrung verlassen? - Die berühmte Rede des Buddha an die Kalamer

Seminartag mit Michael Peterssen

Zeit: 10 -19 Uhr
Seminargebühr: 75€ / erm. 55 €
Ort: Quelle des Mitgefühls
Heidenheimer Str. 27, 13467 Berlin
Anmeldung bis 12. März 2018
Teilnahme nur an der ganzen Veranstaltung möglich.
Der Text der Lehrrede wird zur Verfügung gestellt.

Die Lehrrede an die Kalamer aus dem Pali-Kanon Anguttara Nikaya, Dreier-Buch Nr. 66) erfreut sich unter westlichen Buddhisten einiger Beliebtheit. Sie behandelt eine Schwierigkeit, die uns heutzutage häufig begegnet. Machen wir uns nämlich auf die Suche nach einem spirituellen Lehrer oder einer Lehrerin, sehen wir uns einer fast überwältigenden Anzahl von Traditionen, Schulen, Lehren und Praktiken gegenüber. Nicht selten erheben sie den Anspruch, das allein Richtige zu lehren.

So erging es zur Zeit des Buddha auch dem Volk der Kalamer. In Verwirrung und Zweifel versunken, bitten sie schließlich den Buddha um Rat, wie sie herausfinden können, welcher der Lehrer Wahres lehrt und welcher Falsches.
Die Antwort des Buddha lässt manchen Buddhisten im Westen meinen, der Buddha sei ein Aufklärer (im westlichen Sinne) gewesen. Andere glauben, seine Lehre passe so gut in unsere Kultur, denn sie sei frei von jeder Metaphysik, allein auf die eigene Erfahrung bezogen und daher der westlichen Wissenschaft ähnlich.

In dieser Veranstaltung wollen wir uns Zeit nehmen
• den Text gründlich zu lesen und zu verstehen suchen;
• dabei werden wir einige Prinzipien für den Umgang mit buddhistischen Texten kennen lernen und sie auf diese Lehrrede anwenden;
• danach wollen wir uns anschauen, wie plausibel die eben erwähnten Interpretationen nach einer tieferen Lektüre des Textes sind;
• abschließend wollen wir fragen, inwieweit diese Schrift für eine spirituelle Praxis hilfreich sein kann.

michael peterssen
5.-6.05.
2018
The True Heart’s Longing: Love, Wisdom and Freedom of Being
Seminar in Kooperation
mit Martin Aylward

in Englisch

Ort: Lotos-Vihara
Neue Blumenstr. 5, 10179 Berlin
Kursgebühr: 130 € / erm. 110 €
Zeit: 10:00-13:00 & 14:30-17:00
Info und Anmeldung:
Wiebke Pausch:wipausch@gmail.com
in Kooperation mit Wiebke Pausch und Yin Yoga Berlin
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It is human nature to know a deep longing for depth, meaning and love. This weekend will explore the longing of the heart as a crucial resource for opening into greater depth, ease and skilfulness in meeting life's profound beauty and endless suffering.



Martin will guide meditations, discussion and inquiry exercises. We will develop embodied presence, emotional healing and transformative wisdom as we explore, dialog, and practice together during the two days of the workshop.

Martin Aylward
has been guiding students and teaching awakening worldwide since 1999, offer- ing a pragmatic and contemporary view of ancient eastern teachings, and pointing to freedom of be- ing, here and now. He spent 5 years living in various Buddhist monasteries and with Himalayan hermits in India. He is founding and guiding teacher of Moulindechaves.org, his retreat centre in France, and the mindfulnesstraininginstitute.com
For more information, visit www.MartinAylward.com

aylward
19.-20.5.
2018
Die Kunst, alleine zu sein
Stephen Batchelor

Zeit: Samstag 10-18 Uhr, So 10-14 Uhr
Ort:
Bodhicharya, Kinzigstr. 25-29, 10247 Berlin
Seminargebühr: 130 Euro / erm. 110 Euro
Bitte anmelden: office@buddhistische-akademie-bb.de
es gibt noch freie Plätze

Englisch mit deutscher Übersetzung

Die Kunst, alleine zu sein Wir werden in diesem Seminar die zentrale Rolle des Alleinseins im Buddhismus, aber auch in anderen kontemplativen Traditionen erforschen. Wichtig ist dabei der Unterschied zwischen spirituellem und physischem Alleinsein. Das Paradox des Alleinseins – dass egal, wie tief wir unsere Aufmerksamkeit nach innen richten, wir doch durch und durch soziale Wesen bleiben – wird einer der zu untersuchenden Aspekte sein. Das Seminar beinhaltet Zeiten der Meditation, Reflexion und Diskussion.

Stephen Batchelor ist Schriftsteller, Übersetzer, Lehrer und Künstler. Geboren 1953, wurde er mit zwanzig Jahren als buddhistischer Mönch ordiniert und schulte sich zehn Jahre in der tibetischen Gelug-Tradition und im koreanischen Zen. Seit 1986 lehrt er im Gaia House Meditationszentrum in Devon, England. 2015 gründete er mit anderen das Bodhi-College, ein europäisches Bildungsprojekt, das sich dem Verständnis und der Anwendung des frühen Buddhismus widmet. Er ist Autor zahlreicher Bücher, u.a. von Jenseits des Buddhismus, eine säkulare Vision des Dharma (edition steinrich). Er hält Vorträge und lehrt weltweit. Mit seiner Frau Martine lebt er im Südwesten Frankreichs.
www.stephenbatchelor.org


7.-8.7. „Das Ich verstehen und das Leiden überwinden“
Meditationsseminar (Theorie und Praxis)

Seminar mit Michael Peterssen  (Berlin)              

Zeiten: Sa 10-19 Uhr, So 10-17 Uhr
Seminargebühr: 130 € / erm. 100 €
Ort: Quelle des Mitgefühls
Heidenheimer Str. 27, 13467 Berlin
Anmeldung bis 22. Juni 2018
Teilnahme nur an der ganzen Veranstaltung möglich.

Jeder von uns hat ein Gefühl von Ich, das begleitet wird von einer Vorstellung, was denn dieses Ich sei. Häufig wird das Ich als eine Art externer „Kontrolleur“ von Körper und Geist angesehen. Beim Erforschen dieses Ich-Gefühls werden wir feststellen, dass es uns neben manch schöner Erfahrung auch viel Leid bereitet. Das liegt daran, dass der Kontrolleur sich mal mit diesem, mal mit jenem identifiziert und an dem jeweiligen Phänomen anhaftet. Er ergreift Besitz - zum Beispiel vom Körper, den Emotionen oder Gedanken - und betrachtet diese Phänomene als „Ich“, „mir“, „mein“.

All das schafft Leiden und macht uns unfrei. Das Ziel buddhistischer Praxis liegt in der Überwindung unnötigen Leidens. So manch einer glaubt daher, dieses Ich müsse irgendwie ausgeschaltet oder zerstört werden. Aus Sicht des Buddha hingegen genügt es hingegen, dieses Ich zu verstehen. Verstehen meint hier jedoch nicht allein intellektuell zu begreifen, was es mit dem Ich auf sich hat und in welchem Verhältnis es zu Körper und Geist steht. Zur Leidensüberwindung ist es ebenso nötig zu erleben, was sich diesbezüglich auf einer eher intuitiven Ebene abspielt. Denn dieses Ich begleitet uns immer wenn wir etwas erfahren. Mal erleben wir das sehr deutlich, oft sind wir uns dessen jedoch nur vage oder gar nicht bewusst.

In diesem Seminar geht es schwerpunktmäßig um Praxis. Es soll helfen, sich auf der Ebene der Erfahrung gut mit diesem Ich vertraut zu machen. Ausgangspunkt werden die drei vom Buddha immer wieder gelehrten Sichtweisen auf das Dasein sein - Vergänglichkeit, Leidhaftigkeit und Nicht-Ich. Mithilfe verschiedener Übungen für den Alltag und in formeller Meditation werden wir verstehen lernen, wie wir das Erleben des Ichs selber konstruieren und wie wir es beeinflussen können, damit wir mehr und mehr Freiheit von Leid erfahren. Die Teilnahme ist nur am ganzen Seminar möglich.

michael peterssen
13.-14.10. „Die heilende Kraft der Körper-und Atemmeditation“ Meditationsseminar (Theorie und Praxis)
Seminar mit Michael Peterssen  (Berlin)              

Zeiten: Sa 10-19 Uhr, So 10-17 Uhr
Seminargebühr: 130 € / erm. 100 €
Ort: Quelle des Mitgefühls
Heidenheimer Str. 27, 13467 Berlin
Anmeldung bis 30. September 2018
Teilnahme nur an der ganzen Veranstaltung möglich.

War Achtsamkeitsmeditation noch vor ein paar Jahrzehnten eine exotische, esoterische Praxis für Aussteiger aus der Gesellschaft, so begegnet man ihr heutzutage in vielen Zusammenhängen: zur Steigerung der Konzentrationsfähigkeit von Arbeitnehmern, zum Stressabbau bei chronisch Kranken, als Heilmethode bei Depressionen usw. Inzwischen gibt es im Westen auch eine intensive wissenschaftliche Forschung, die sich mit dieser weitverbreiteten, althergebrachten Kulturtechnik der Selbsterforschung und Selbstveränderung beschäftigt.

Auf diesem Meditationswochenende wollen wir uns der Achtsamkeit auf unseren Körper und insbesondere der Aufmerksamkeit auf den Atmen widmen. Diese bilden eine gute Grundlage für die Schulung von Achtsamkeit auf unsere Gefühle oder Geisteszustände. Achtsamkeit auf den Körper hilft uns klarer zu erkennen, was für körperliche Bedürfnisse wir tatsächlich haben und was wir nur meinen, unbedingt zu brauchen.
Außerdem führt ein ausgeprägteres Bewusstsein von unserem Körper und der Atmung zu einer tieferen Verwurzelung in unserem Körper. Wir fühlen uns mehr bei uns und sind zentrierter. Und können auch besser mit unserem Körper sein, wenn es ihm mal schlecht geht. Krankheiten haben dann keinen so starken Einfluss auf unser seelisches Wohlbefinden mehr.

Nun soll unsere Übung der Achtsamkeit aber nicht nur zu einem gesteigerten Körpergewahrsein und zu besserer Sammlung führen. Wir streben auch das an, was im spirituellen Kontext zuweilen „sehende Achtsamkeit“ genannt wird. Diese Form der Achtsamkeit will uns über die schon erwähnten positiven Wirkungen hinaus helfen, uns selber und die uns umgebende Welt tiefer erkennen und verstehen zu lernen. Dazu gehört beispielsweise das hautnahe Erleben der unaufhörlichen Veränderlichkeit alles dessen, was uns ausmacht und was uns umgibt. Man könnte auch sagen, wir üben uns in „weiser“ Aufmerksamkeit, einem Gewahrsein, das uns als ganze Menschen auf längere Sicht hin so verändert, dass wir uns als integrierter, emotional positiver und vielleicht in Körper und Geist einfach „heiler“ erleben.
• detaillierte Meditationsanleitungen
• (geleitete & nicht-geleitete) Meditationen
• Vorträge • Erfahrungsaustausch in der Gruppe
• Fragen & Antworten

michael peterssen
20.-21.10.
2018
Die Beziehung zwischen persönlicher und sozialer Transformation
mit David Loy

Englisch mit deutscher Übersetzung

Samstag 10-18 Uhr, So 10-14 Uhr
Ort: Bodhicharya, Kinzigstr. 25-29, 10247 Berlin
Kosten: 130 Euro / erm. 110 Euro
Anmeldung bis 20.9.2018:
office@buddhistische-akademie-bb.de

Unser normales Selbst(gefühl) ist von einem Gefühl des Mangels heimgesucht: Irgendetwas stimmt mit mir nicht. Warum haben wir immer nicht genug Geld, Ruhm, Sex? Weil wir unser Gefühl von Mangel damit füllen wollen – aber es funktioniert nicht. Diese Obsessionen decken auch auf, wo unsere Gesellschaft feststeckt. Was der Buddha als die drei Gifte bezeichnet, hat ein Eigenleben angenommen: unser ökonomisches System institutionalisiert Gier, Rassismus und Militarismus institutionalisieren Böswilligkeit und die Medien institutionalisieren Verblendung. Und unser kollektives Gefühl der Getrenntheit vom Rest der Biosphäre ist der Grund für die ökologische Krise. Jedes persönliche Erwachen, das wir erleben mögen, bleibt ohne ein soziales Erwachen in Bezug auf diese institutionalisierten Ursachen von Leiden unvollständig.

David Robert Loy ist Professor, Autor und Lehrer in der Sanbo-Zen-Überlieferung des japanischen Zen-Buddhismus. Er ist Autor u.a. von Erleuchtung, Evolution, Ethik und Geld, Sex, Krieg, Karma (beide edition steinrich) Seine Artikel erscheinen regelmäßig in wichtigen Zeitschriften und buddhistischen Magazinen, wie Tricycle, Shambhala Sun, Inquiring Mind und Buddhadharma, sowie in verschiedenen akademischen Journalen. www.davidloy.org

loy