Im Aussen wird es still, doch eine innere Unruhe bleibt – ein traumasensibler Blick

Termin
10. Dezember 2026 · 19-21 Uhr
Ort
online via Zoom
Referent:in
Susanne Streibert

Wenn es still wird und ich doch in mir nicht zur Ruhe komme – was passiert da genau, und wie gehe ich damit um? Wie ein traumasensibler Blick helfen kann, auftauchende Phänomene wie Aufgeregtheit, Dumpfheit und Abgetrenntsein als biologisch verankerte Überlebensmechanismen zu erkennen, neu zu interpretieren und zu transformieren.

In diesem Vortrag werden wir uns die Bedeutung der Traumasensibilität im Kontext unserer Praxis und unseres Alltags widmen. Es wird erörtert, wie wir mittels eines traumasensiblen Blicks unser autonomes Nervensystem im Kontext unserer Biologie «lesen» lernen können. Diese Fähigkeit wird Neuroception genannt (als Ergänzung zur Wahrnehmung bzw. Perception). Auf der Basis dieser Neuroception ist es möglich, Zustände der Aufgeregtheit, Dumpfheit bzw. Schläfrigkeit, des Abgetrenntseins neu zu interpretieren und tiefer zu verstehen. Auf der Basis dieses Verständnisses wiederum wird es uns möglich, unser autonomes Nervensystem zu regulieren. Dies führt zu mehr Präsenz im Hier und Jetzt, als Gegenpol zur Trauma-Antwort unseres Organismus im „There and Then“. Je präsenter wir sind, desto mehr können wir uns in uns verankern und zudem im Prozess der Co-Regulierung in Interaktionen mit unseren Mitmenschen zur Verfügung stehen. Durch diese Verankerung kehrt Ruhe und Wachheit ein, die uns befähigt, zu erkennen, was im Hier und Jetzt effektiv passiert.

Susanne Streibert ist Sozialarbeiterin MA, Traumatherapeutin SE sowie ausgebildet in core process psychotherapy (einer buddhistisch orientierten Therapieform). Sie arbeitet seit rund 20 Jahren in der Schulsozialarbeit, ist Dozentin für Studierende der Sozialen Arbeit (Agogis und FHNW) v.a. mit Unterrichtsthemen rund um die psychische Gesundheit. Ihre Spezialisierung liegt auf traumasensibler Sozialarbeit und (traumatherapeutischer) Prozessbegleitung. Therapeutisch arbeitet sie mit Mädchen und junge Frauen, die von selbstverletzendem Verhalten/Essstörungen betroffen sind (www.mädchenarbeit.ch).

Susanne Streibert widmet sich seit 1997 der buddhistischen Praxis, v.a. innerhalb einer Theravadatradition (Ajahn Chah) und ist Aikido-Schülerin (Suganuma Sensei).

Eintritt: 10 Euro, erm. 5 Euro

Zoom-Zugang:
https://us02web.zoom.us/j/89157255761?pwd=amtiQ3ZMM1JQTzJGNHZmUnRydlZiZz09

Meeting-ID: 891 5725 5761
Kenncode: BAkademie

Den Eintritt können Sie auf unser Konto oder per Paypal überweisen.
unser Bankkonto: Buddhistische Akademie Berlin Brandenburg
IBAN-Nr: DE 53430 60967 11338 34901
Paypal: https://paypal.me/BAkademie?locale.x=de_DE (Senden)

Herzlichen Dank für Ihre Überweisung – Ihr Beitrag ist eine wertvolle Unterstützung für die Fortführung unserer Arbeit und die Durchführung unserer Veranstaltungen.